C F KINTZ


exhibition view's, Konstruktiv Tendens, 2000. photo Åke Sandström
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Das Bild

Das Bild ist das Gemälde. Das Gemälde ist das Bild. Das Bild ist Farbe und Farbmaterial. Die Farbe und das Farbmaterial sind alleinige Aussage des Bildes.

Die Farbe

Die Farbe tritt nicht ein für eine Form, ist nicht Fleisch, nicht Wasser, nicht Licht. Sie ist nicht Symbol für irgend etwas ausserhalb ihrer selbst. Sie ist nicht Übersetzung und bleibt somit unübersetzbar. Sie ist nicht Illusion, nicht Gaukelwerk. Sie ist nicht Oberfläche, die eine andere Wahrheit verbirgt oder schafft. Sie ist ihre eigene flüchtige Wahrheit selbst.

Die Farbe ist befreit.
Sie ist dem Dienst entlassen Hinweisgeber zu sein. Grün weist nicht auf Hoffnung, Rot nicht auf Liebe, Blau und Gelb nicht auf Mephistopheles oder Faust.
Die Farbe ist davon befreit sich erklären zu müssen. Ihr Betrachter davon befreit, nach Erklärungen ausserhalb der Farbe selbst suchen zu müssen. Denn die Antwort auf die Frage: was bedeutest du?, fällt denkbar kurz und immer gleich aus: mich!

Die Farbe ist nicht frei.
Befreit zwar von allem anderen nicht aber von sich. Sie bedeutet sie selbst. Sie bedeutet sich selbst, in Abhängigkeit ihres Ortes, ihres Gegenübers, ihres Betrachters. Das sind viele Bedeutungen und Bedingungen:

Von Bild zu Bild von Farbe zu Farbe

Die einzelnen Bilder werden den Lagerkisten entnommen, gleichsam wie Buchstaben dem Setzkasten, und zu einem gemeinsamen Gebilde zusammengesetzt. Dieses birgt in sich seine Zerlegbarkeit zurück in einzelne Bilder, die wiederum neu zusammengefügt werden können.

Die Entstehung solcher Gebilde ist Malerei mit Malerei.

Durch die Abstände zwischen den Bildern, die Unterbrechungen im Gebilde, wird deutlich, dass das Getrennte zusammengehören und das Zusammengehörige getrennt werden kann.

Jedes Bild vermag also jedes andere Bild zu beeinflussen, somit wiederum dessen Einfluss auf jedes andere Bild neu zu bestimmen; und kann von jedem anderen Bild neu bestimmt werden.

Die Unterbrechungen im Gebilde werden zum Ort der Bildentstehung.

Hier treten von Bild zu Bild die Farben zu Farben in Kontakt.
Die Bedeutung der Farbe liegt in ihrer Wirkung. Diese verändert sich stets, indem sie immer die selbe bleibt:

Die Farbe ist.


C F Kintz

 

Christian F. Kintz

1968 geb. in Freiburg

1989 Studium: Freie Kunst, Akademie Freiburg (Franz Ostermann)

1993 Studienabschluss Akademie Freiburg

Studium: Freie Kunst, H.b.K. Hamburg (K.P. Brehmer, Franz Erhard Walther, Achim Hoops)

1998 Diplom Freie Kunst H.b.K. Hamburg

Lebt und arbeitet in Hamburg

2004 Galerie Garanin, Berlin

2004 Kunsterverein Harburg, "jäger sammler maler", Hamburg

2004 Feld für Kunst "spielfeld", Hamburg

2003 Studio A, museum gegenstandsfreier kunst, Otterndorf

2003 Kunstforum Mainturm, Flörsheim

2002 Blüten (white wall for pintings) Gemeinschaftsarbeit mit Lutz Krüger zimmer-frei, Attendorn

2002 SWR mit Galerie Krohn, Freiburg

2002 Galerie Garanin, Berlin

2001 Demmel Kunstprojekte, Osnabrück

2001 Multiples, Ausstellungsraum Taubenstr, Hamburg

2000 Stipendiaten, Kunsthaus, Hamburg

2000 Halle 5, Attendorn

2000 "Problem Malerei" Kunstverein, Gütersloh

2000 Galerie Konstruktiv Tendens, Stockholm

2000 Hamburgstipendium (Hubertus Wald Stipendium)

1999 Foyer für junge Kunst, Vereins + West Bank, Harburg

1999 "Hans in Glück" Das Kunstwerk, Köln

1999 "Waage", Hamburg

1999 "lücke", KX Kunst auf Kampnagel, Hamburg

1999 "croma" Kunsthochschule, Bergen

1998 XY, Hamburg

1998 Diplomandenaustellung, K3, Hamburg

1997 Galerie Krohn, Badenweiler

1997 "Raumfragen", A.f.d.K., Hamburg

1996 Kunstraum Alter Wiehrebahnhof, Freiburg

1993 Abschlussausstellung, Akademie, Freiburg

1990 Storchehus, Wehr

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