GÜNTHER UECKER
![]() Wind 1 1999, nails and white Latex on linnen canvas and wood, 200 x 180 cm |
gggg | ![]() Wind 2, 1999, 200 x 180 cm |
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Günther
Uecker.
photo Dorothea van der Koelen
1930
Geboren am 13. März in Wendorf (Mecklenburg). Aufgewachsen auf der Halbinsel
Wustrow.
1953
Studiuin an der Kunstakadeinie Berlin-Weissensee, Leiter der Theatergruppe in
Gross-Schwansee.
1951
Begegnet in Westberlin in einer Ausstellung der abstrakten Welt Kandinskys,
die ihn verwirrt und zugleich ergreift.
1953 Umzug nach Westberlin.
1955 - 1957
Studium an der Kunstakadeinie Düsseldorf bei Otto Pankok. Manuelle Strukturen.
Erstes Nagelobjekt (1955/56).
1957
Lernt Yves Klein, Heinz Mack und Otto Piene kennen. Erste Nagelbilder.
1958
Teilnahme an der von Mack und Piene organisierten Ausstellung Das rote Bild,
die sie in ihren Ateliers in der
Gladbacher Strasse 69 veranstalten und aus der die Gruppe ZERO entsteht, der
Uecker 1961 als Mitglied beitritt.
Uecker richtet Yves Klein und Jean Tinguely in Düsseldorf in seinem kleinen
Oberkasseler Atelierhaus ein Fest aus.
Vertikal- und Holzstrukturen.
1959
Beteiligung an der Ausstellung Motion in Vision - Vision in Motion im Hessenhuis,
Antwerpen.
1960
Tastobjekt und erste sich drehende Lichtscheiben. Pfeilbilder-Demoastrsition
auf dein Festival d'art d'avantgarde in Paris.
Ausstellung in der Galerie Schmela, Düsseldorf. Beteiligung an Monochrome
Malerei im Schloss Morsbroich, Leverkusen,
und an Konkrete Kunst im Helmhaus, Zürich.
1961
Abgesunkene Strukturen. Erste Lichtplantage. Erster Licht-Film. Demonstration
aus Anlass von ZERO 3 in Düsseldorf:
Uecker malt die Hunsrückenstrasse vor der Galerie Schmela weiss. Beteiligung
an Bewogen Beweging im
Stedeijjk Museum, Amsterdam, und an Nove Tendencije in Zagreb.
1962
Salon de lumière mit Mack und Piene anlässlich Dynamo im Palais
des Beaux-Arts, Brüssel.
ZERO-Demonstration auf der Rheinwiese in Düsseldorf. Erste Ubernagelungen
von
Gebrauchsgegenständen. Hommage à Yves Klein und Hommage à
Fontana. Beteiligung an nul im
Stedelijk Museum, Amsterdam.
1962/64
Die Reise oder Reise-Theater mit S. D. Sauerbier.
1963
Lichtsalon mit Mack und Piene im Museum Haus Lange, Krefeld. Gibt das Buch Weisstrukturen
heraus. Erster Preis
für ZERO und gruppo n auf der 4. Biennale in San Marino. Beteiligung an
Nova Tendencije 2 in Zagreb.
1964
Uecker benagelt im Pianohaus Kohl in Gelsenkirchen ein Klavier. Förderpreis
des Landes Nordrhein-Westfalen.
Beteiligung an der ZERO-Präsentation auf der documenta III in Kassel. Aufenthalt
und Ausstellungsbeteiligungen in New York.
1965
Ausfiihrung von sich drehenden Nagelsäcken (New York Dancers). Preis auf
der Jungen Biennale, Paris.
Hommage à Malewitsch, Objekt Verlorene Erinnerung. Erste Sandspirale.
ZERO-Ausstellung mit Mack und Piene
in der Kestner-Gesellschaft, Hannover. Beteiligung an The Responsive Eye im
Museum of Modern Art, New York.
1966
Atelier in New York, Zusammenarbeit mit Willoughby Sharp, Ausstellung bei Howard
Wise in New York.
Letzte ZERO-Ausstellung mit Mack und Piene im Kunstmuseum Bonn, ZERO geht auseinander.
Röhrentheater in Büdingen. Ausstellung in London, McRoberts-Tunnard
Gallery.
1967
Multimedialer Aktionsraum in Düsseldorf. Aktion Flamische Landschaft mit
Jef Verheyen in Müllem.
Ausstellungen in Basel, Lausanne und Brüssel.
1968
Demonstration mit Gerhard Richter Museen konnen bewohnbare Orte sein und Auffuhrung
des Terrororchesters in der
Kunsthalle Baden-Baden. Strassenbarrikade in Düsseldorf.
Konzipiert Kriegssarg - Antwort an Marinetti. Montiert einen Nagel (20 Meter)
in die Kaufhof-Fassade in Dortmund.
Edition der Ausgabe 0 der Uecker-Zeitung, die bis 1982 insgesamt zehnmal erscheint
und über die
Aktivitäten von Uecker informiert. Beteiligung an der documents, 4 in Kassel.
Ausstellung in Paris, Galerie Denise René.
1969
Errichtung einer Pfahlplantage in der Kunsthalle Düsseldorf und in Chicago.
Fallgrube zur intermedia in Heidelberg.
Bindenfadenstuhl. Beteiligung am Earth Art Symposium in Ithaca, New York. Ausstellung
in Krefeld, Galerie Denise René/Hans Mayer.
1970
Projekt für ein Museum. Arbeit an Bauchfilm. Feuerpfeilbeschiessen des
Meeres. Weitere Sandspiralen,
Bindfadenstrukturen, umnagelte Rahmenformen und Aggressive Reihungen. Klang-Szene
1 mit Friedrich Döhl in der
Kunsthalle Düsseldorf. Ausstellung im Deutschen Pavilion an der Biennale
in Venedig (mit Lenk, Mack, Pfahler) mit einer Reihe von Feldern,
einem grossen Tisch und Boden- und Deckenobjekten (Modelle der Vergangenheit).
Beteiligung am Edinburgh-Festival Strategy: Get Arts.
Ausstellung in Düsseldorf, Galerie Denise René/Hans Mayer.
1971
Der deutsche Biennale-Beitrag geht in die Saeheta nach Warschau als erste Ausstellung
deutscher Gegenwartskunst in Polen.
Begegnung mit der polnischen Avantgarde der 20er und 30er Jahre im Muzeum Sztuki
in Lodz. Hommage a Strzeminski.
Klang-Szene II in der Nationalgalerie in Berlin. Ausstellung im Moderna Museet,
Stockholm. Beteiligung
an der Biennale in Sao Paulo, Kritikerpreis. Reise durch Lateinamerika und Studium
der Indianerkulturen.
1972
Ausstellung Schnurobjekte in der Kestner-Gesellschaft, Hannover. Beteiligung
an Szene Rhein-Ruhr '72, organisiert vom
Museum Folkwang, Essen, und an der Ausstellung Amsterdam Paris Düsseldorf
im Guggenheim Museum, New York.
1973
Fünfmonatige Reise durch Afrika. Neuinszenierung der Beethoven-Oper Fidelia
(Leonore) mit Nikolaus Lehnhoff und
Hans Magnus Enzenberger (aufgefiihrt 1974).
1974
Reise nach Asien. Manuelle Reihungen für die Ausstellung Strukturen im
Muzeum Sztuki, Lodz.
1975
Projekt Schwarzraum - Weifiraum im Museum Folkwang, Essen. Ausstellung Das Schweigen
der Schrift in der
Erker-Galerie, St. Gallen und Veröffentlichung einer Mappe mit 10 Lithographien
im Erker-Verlag.
1976
Bühnenbild und Figurinen zu Wagners Parsifal mit Gotz Friedrich in Stuttgart.
Professor an der Kunstakademie Düsseldorf;
Uecker und Klaus Rinke reiten als neu ernannte Professoren auf Kamelen in die
Kunstakademie ein.
Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart.
1977
WDR-TV-Film Uecker-Arbeiten 1957-1977. Wandrelief fur die UNO in Genf. Tisch
der Austreibung in Linz.
1978
Grosse Hängeskulptur für die Tonhalle in Düsseldorf. Schweigeskulptur
in Köln. Lichtsdule in Düsseldorf.
Ausstellung in Detmold, Lippische Gesellschaft fiir Kunst: Zum Schweigen der
Schrift oder die Sprachlosigkeit.
1979
Ausstattung zu Wagners Lohengrin für die Festspiele in Bayreuth mit Götz
Friedrich. Errichtung eines Regentors in
Winterthur. Beteiligung an der Biennale in Sydney.
1980
Ausstellung im Städtischen Museum Schloss Morsbroich in Leverkusen. Studie
Littenheid: Aufenthalt mit
Studenten in einer psychiatrischen Klinik in der Schweiz; Aquarell-Zyklus. Herstellung
der Bootskulptur
Chichicastenango für die Ausstellung Zeichen des Glaubens - Geist der Avantgarde
zum Katholikentag in Berlin.
1981
Ausstattung zu Wagners Tristan und Isolde in Stuttgart mit Götz Friedrich.
Konstruktion eines variablen
Orchester-Bühnenraumes fur die Deutsche Oper in Berlin, der zur Preussen-Soiree
am 12.
September 1981 erstmals eingesetzt wird. Aufenthalt in der Sahara: Aquarelle
und Collagen Wüstenfunde.
1982
Bühnenraum für Grenzland-Theater in Selb. Aktion Schleifender Stein
in der Nationalgalerie in Berlin.
Raum versunkener Bilder - Raum zerteilter Vorstellung für München.
Raumverkeilung - Bilder den
Wänden zugekehrt in Mönchengladbach.
Verleihung des Kaiserrings der Stadt Goslar, Installation und begleitendes Manifest
zum Thema Die
Cefährdung des Menschen durch den Menschen:
"Die Kunst kann den Menschen nicht rotten, aber mit den Mittein der Kunst
wird ein Dialog möglich,
welcher zu einem den Menschen bewahrenden Handein aufruft".
1984
Reise durch die Navajo-Reservate, Arizona, und Untersuchungen zur Geschichte
der Indianer
(Black Mesa, Messerskulpturen). Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn durch
Russland, Sibirien, die
Mongolei und China; Aquarelle aus dem Fenster gemalt. Reise nach Japan: Herstellung
von Baumskulpturen.
Ausstellung in Tokio. Kunstpranger in Wuppertal. Erster Nagelwald (8-teilig).
Ausstellungsbeteiligung im Tel Aviv-Museum.
1985
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Reise nach Island zum Vatnajökull: Aquarell-Zyklus
Vorfeldzeichen. Gastprofessur an der 32.
Internationalen Sommerakademie fur Bildende Kunst in Salzburg (mit Roman Opalka
Leitung eines
Seminars Kunst und Leben - Konzert und Reflexion). Inszenierung der Ausstellung
der Sammlung Lenz Schönberg
Erne europdische Bewegung in einem verlassenen Kinosaal in Salzburg mit raumlich
gestellten Bildern.
Teilnahme an den Ausstellungen 1945 - 1985. Kunst in der Bundesrepublik Deutschland,
Nationalgalerie Berlin,
German Art in the 20th Century in der Royal Academy of Arts, London und der
Staatsgalerie Stuttgart,
und German Art 1945 - 1985 im Taipei Fine Arts-Museum.
1986
Röhrenballett, Choreographie von Günther Uecker, in der Ausstellung
Die Maler und das Theater im 20.
Jahrhundert in der Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main. Unter dem Eindruck der
Reaktorkatastrophe in
Tschernobyl Aschebilder, Aschemenschen, Raumskulptur Aufwischen für Dorothea
van der Koelen in Mainz,
Videofilm Muttermord in der Diamantenwilste mit Hubert Neuerburg. Beteiligung
an Positionen - Malerei aus der
Bundesrepublik Deutschland im Alten Museum, Ost-Berlin und im Albertinum, Dresden.
7 Arbeiten zu
Black Mesa in Monchengladbach, Städtisches Museum Abteiberg.
1987
Studienaufenthalt mit Studenten im Kernforschungszentrum des Max Planck-Instituts,
Frankfurt am Main, und der
Gesellschaft fiir Strahlen- und Umweltforschung, München, vermittelt durch
Dorothea van der Koelen. Besuch der
Marmorbrüche von Carrara:
Zeichnungszyklus Poesie der Destruktion, Environment und 50-teiliges Mappenwerk
Römersteine für Dorothea van der Koelen, Mainz.
Ausstellung im Vasarely Muzeum in Pecs. Aufenthalte in der UdSSR. Retrospektive
im Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen.
Ausstellung in Mainz, Galerie Dorothea van der Koelen:
Schatten - Schein.
1988
Aufenthalt in Seoul, Errichtung einer Messerskulptur im Olympiapark, Zeichnungszyklus
Tusche fliessend - Han-Seoul.
Grösste retrospektive Uecker-Ausstellung im Zentralen Künstlerhaus
am Krimwall in Moskau mit 820 Werken.
Mahnskulptur Fall Synagoge in Oerlinghausen aus Anlass der 50. Wiederkehr der
Reichskristallnacht.
Bildserie Kann Fruchtbarkeit auf Asche gründen? für das Muzeum Sztuki
in Lodz. Zweiter Nagelwald (7-teilig).
Ausstellung in Reykjavik/Island, Kjarvalsstadir Art Museum.
1989
Bühnenbild und Kostüme für Die Bassariden von Hans Werner Henze
mit Götz Friedrich in Stuttgart.
Filmportrait Wie ein Bauer aufdem Feld von Michael Kluth mit Hubert Neuerburg.
Bildserie Architektonische Landschaften.
Ausstellungen im Muzeum Sztuki, Lodz und in Chicago, Goethe-Institut in Zusammenarbeit
mit Dorothea van der Koelen, Mainz.
1990
Pict Land Garden fiir Edinburgh. Erste Ausstellung nach den Montagsdemonstrationen
1989 in Leipzig, Blätterfolge
(Fingermalereien, Erregungshandlungen). Ausstellung Wer wirft den ersten Stein?
in der St. Petrie-Kirche zu Lübeck.
1991
Werkschau Ich hörte das Cras, das sich im Wind rieb, wie Violinen, wie
Heuschrecken, die zirpen für Göttingen.
Aschebilder für Prag. Zyklus Russland - Russland. Reise nach Israel. Dritter
Nagelwald (14-teilig).
Beteiligung an Zero D in Leipzig.
1992
Aufbau Sturz fiir die Ausstellung der Sammlung Lenz Schonberg in der Sacheta
in Warschau. Aufenthalt mit den
Studenten im finnisch-russischen Grenzbereich Loma Kitsl. Weifie Strukturbilder,
Malerische Handlungen.
Ausstellung im Museum fiir moderne Kunst in Wien. Mappe Regen mit Dorothea van
der Koelen, 5 Radierungen und ein Gedicht.
1993
Werkportrait Der geschundene Mensch (14 befriedete Cerdtschaften und 120 Aggressionswörter),
erne
Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen;
erste Station in der Nationalgalerie, Budapest. Reise nach Kambodscha, Studiuin
der Khmer-Kultur.
Entstehung der Serie Tuschezeichnungen und ubermalte Fotos (Buch: Wind, 1994).
Ausstellungen in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung,
München, in Duisburg, Wilhelm-Lehmbruck-Museum:
Zwiegesprdch mit einem Berg - Aquarelle und in Budapest, Ungarische Nationalgalerie
im Budavän Palota: Moderne Passion.
1994
Brief an Peking, eine Ausstellung organisiert vom Hanmo Art Centre und dem Goethe-Institut
Beijing 1994,
ausgestellt im Neuen Berliner Kunstverein 1995. Ausstellung Bühnenbilder
und Figurinen in Venedig, Museum fur moderne Kunst Ca' Pesaro.
1995
Aufenthalt und Ausstellung in Japan, Kitakanto Museum of Fine Arts, Gunma:
Schwebend schweben. Veröffentlichung des Buches Wind - 82 Liebesbriefe
an die Natur.
Ausstellungen in Rom, Palazzo delle Esposizioni: L'uomo lacerato und im Goethe-Institiut:
Römersteine in Zusammenarbeit mit Dorothea van der Koelen, Mainz.
1996
Ausstellung des Werkportraits Der geschundene Mensch in Rio de Janeiro und Montevideo;
Entstehung einer
Aquarell-Serie. Feldarbeit - Arbeitsfelder fur die Galerie Rähnitzgasse,
Dresden.
1997
Brieffolgen zu den Ulmer Schwörbriefen. Ausstellung des Werkportraits Der
geschundene Mensch in Mexiko City.
Reisen nach Mexiko City und Hot Springs, South Dakota. Veröffentlichung
des Buches Archäologie des Reisens -
ein anderer Blick auf Uecker im. DuMont-Verlag.
1998
Ausstellung des Werkportraits Der geschundene Mensch in Athen, Thessaloniki,
Sarajevo, Warschau und Brno mit Reisen dorthin.
Ausstellung Leviathan im Artists House, Jerusalem, und Herausgabe des gleichnamigen
Buches mit 48 Aquarellen von einer
Reise nach Israel 1991. Ausstellungen in Berlin im Mies van der Rohe-Haus: Fragmente;
in Wismar, Kunstverein: Garten;
in Dortmund im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr als Installation Fall und in
Erfurth, Kleine Synagoge; in Waldshut:
Uecker. Gestaltung des Andachtsraumes im Reichstagsgebäude, Berlin.
1999
Ausstellung mit Materialbildern Wüstenfunde zu Christa Wolfs Erzählung
Wüstenfahrt in Berlin (Buch).
Ausstellung Kann Fruchtbarkeit auf Asche gründen? zum Evangelischen Kirchentag,
Galerie der Stadt Fellbach.
Leviathan in Thessaloniki, Regengarten in Schwabisch Gmiind. Ausstellung des
Werkportraits Der geschundene Mensch in Ljubljana.
Herausgabe der Günther Uecker Aquarelle Uruguay 1996 im Erker Verlag St.
Gallen. Bühnenbild zur Matthäus-Passion,
Deutsche Oper Berlin. Entwurf und Ausführung Skulpturenpark Kanip-Lintfort.